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Logopädie

Unter Logopädie wird jene medizinisch-therapeutische Fachdisziplin verstanden, die unter Berücksichtigung medizinischer, psychologischer und pädagogischer Faktoren darauf abzielt, die zwischenmenschliche Kommunikationsfähigkeit zu fördern bzw. wiederherzustellen.

LogopädInnen arbeiten mit Menschen aller Altersgruppen auf den Gebieten Diagnostik, Beratung und Therapie, aber auch in der Prävention von Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen.

Bereits im frühkindlichen Alter können sich Probleme in Form von Sprachentwicklungsverzögerungen und -störungen zeigen. Davon können Sprachverständnis, Lautsprache, Grammatik, Wortschatzerwerb aber auch der Redefluss betroffen sein. Diese Rückstände bzw. Sprachauffälligkeiten sollten möglichst vor Schuleintritt behoben sein, damit sie sich nicht als Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb fortsetzen.

Der Schwerpunkt der logopädischen Arbeit in der Mäusebande liegt auf der Prävention bzw. falls erforderlich darin, Therapiemaßnahmen einzuleiten.

Im Frühjahr 2022 hat unsere Logopädin, Frau Gabriele Langen, ihre Arbeit zur sprachlichen und auditiven Wahrnehmungsförderung der Kinder der Kaarster Mäusebande aufgenommen.

Die Kinder “spielen und lernen” innerhalb von Kleingruppen, ggf. auch einzeln, wobei Kinder mit erkennbaren Schwierigleiten beim Spracherwerb und/ oder im Bereich der auditiven Wahrnehmung mehr “Logo-Zeit” erhalten. Dabei geht es um SprachFÖRDERUNG, nicht um SprachTHERAPIE.

Sofern bei einem Kind diese Sprachförderung nicht auszureichen scheint, ist Frau Langen gern beratend behilflich, ob eine gezielte logopädische Therapie erforderlich ist.

Seit Herbst 2014 wird zwecks einer gezielten Förderplanung in unserer Einrichtung bei den Vorschulkindern mit Einwilligung der Eltern das “Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten” (BISC) eingesetzt.

Dieses standardisierte Testverfahren fragt die sprachlichen, auditiven, visuellen sowie kognitiven Grundkompetenzen ab, die ein Kind vor Schuleintritt beherrschen sollte, um optimal auf das Erlernen des Schreibens und Lesens vorbereitet zu sein. Nach Bedarf werden die Kinder in den bis zur Einschulung verbleibenden Monaten diesbezüglich gefördert.

Informationen über meine Arbeit mit den Vorschulkindern der Mäusebande

Theoretischer Hintergrund

 

Ausgangspunkt für die theoretische Konzeption des

 

BIELEFELDER SCREENINGS  (BISC)

 

ist die Annahme, dass Kinder beim Schriftspracherwerb an vorhandene Kenntnisse und Fähigkeiten anknüpfen und die Wurzeln für viele Schwierigkeiten VOR dem eigentlichen Schriftspracherwerb liegen.

 

Folgende Grundkompetenzen sollten bereits vor Schuleintritt in gewissem Maße beherrscht werden:

 

1.) Auditive Fähigkeiten

 

     Für die erfolgreiche Zuordnung von Lauten zu Schriftzeichen

     ( Laute werden beim Schreiben verschlüsselt )

     ist eine hinreichend ausgebildete *phonologische Bewusstheit erforderlich

     ( *Einsicht in die phonologische Struktur der Sprache

     sowie die Analyse und Synthese lautsprachlicher Einheiten)

 

2.) Kognitive Fähigkeiten

 

    - Aufmerksamkeitsverhalten

    - Schneller Abruf von automatisiertem Wissen aus dem Langzeitgedächtnis

       (= Gedächtniszugriff)

 

3.) Visuelle Fähigkeiten

    

     Verarbeitung von Schrift erfordert, dass das Kind in der Lage ist, die Aufmerksam-

     keit auf relevante Informationen zu lenken und irrelevante auszublenden.

     Das heißt, dass für eine erfolgreiche Zuordnung von Schriftzeichen zu Lauten

     ( Lesen ist ein Entschlüsseln von Schriftsymbolen) kleinste visuelle

     Unterscheidungsmerkmale wahrgenommen werden müssen! 

 

An all diesen Grundkompetenzen für einen erfolgreichen Lese- und Rechtschreib-lernprozess arbeite ich in diesem letzten KITA-Jahr mit Ihren Vorschulkindern.

 

Gabriele Langen

Logopädin / Therapeutin für Neuromotorische Entwicklungsförderung - INPP /

JIAS - Hörtrainerin / Lese-Rechtschreibförderung